» Rituale
Der Valentinstag wird mittlerweile weltweit als Fest der Liebenden gefeiert, dabei fing alles mit einem heiligen Märtyrer an. Wie kam es also zum romantischen Wandel?
Der christliche Märtyrer Sankt Valentin ist eine äußerst mysteriöse Gestalt, da man sich bis heute nicht sicher ist, unter welchen Umständen er sein Leben ließ, ja, wer genau er überhaupt war. Dennoch inspirierte sein Name das Fest der Liebe am 14. Februar.
Der heilige Valentin und der Adel
Gefeiert wurde der Tag zwar schon reichlich lange (bis er 1969 vom katholischen Kalender gestrichen wurde), aber erst im Mittelalter bekam er seinen liebevollen Anstrich mit Hilfe der romantischen Schriftsteller der Zeit, darunter auch Chaucer, die den „Hof machen“ noch publiker machen wollten. [...mehr]
Das Fest Samhain geht über 1.500 Jahre auf die Kelten zurück. Es gibt nur noch reichlich wenige, die dieses kennen. Dennoch wird in eben der Nacht in vielen Ländern, besonders ausgefallen in den USA, ein Fest gefeiert, das jedem ein Begriff ist: Halloween.
Irische Auswanderer, die ihre Heimat verließen, um es im großen, weiten Amerika zu versuchen, brachten ihr keltisches Fest Samhain im 19. Jahrhundert mit und führten dessen Bräuche dort weiter. Das Fest steht für den ewigen Kreislauf von Leben und Tod und wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November sowie am darauffolgenden Tag gefeiert.
Das keltische Samhain
Samhain gilt als eines der vier bedeutenden keltischen Feste, auch Feuerfeste genannt, nämlich Imbolc, Beltane, und Lugnasad. Das Jahr der Kelten begann damals nicht mit der seit römischer Zeit geltenden Wintersonnenwende, sondern bereits in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Auf Deutsch bedeutet das Fest so viel wie „Sommer-Ende“.
Es handelte sich dabei um ein sogenanntes „Schwellen-Fest“, dem niemand fern bleiben durfte – dem Glauben nach würde man sonst wahnsinnig werden. [...mehr]
Eine Sekte wird heute zwar mit derselben Skepsis betrachtet wie vor vielen hundert Jahren, das Verständnis des Begriffs selbst hat sich im Laufe der Zeit jedoch gewandelt. Was einst als allgemeine Bezeichnung für individuelle Gruppierungen angewandt wurde, gilt heute meist als Negativbegriff für scheinbar gefährliche religiöse Gemeinschaften.
Der Begriff Sekte ruft bei den meisten Menschen ganz bestimmte Assoziationen hervor, die in der Moderne ganz anders aussehen als noch vor zweitausend Jahren. Die Eigenschaften, die einer Sekte zugeschrieben werden, sind vielfältig, doch meist höchst negativ konnotiert. Dieses Verständnis wurde im Laufe der Zeit vor allem von den Ansichten der katholischen Kirche geprägt, Leichtgläubigkeit, zunehmende mediale Berichterstattung über Negativbeispiele und kursierende Gruselgeschichten taten ihr Übriges.
Sekten im ursprünglichen Verständnis
Schon in der Antike waren Sekten bekannt, damals galt die Bezeichnung jedoch noch für jede Gemeinschaft, die sich in ihrer Philosophie, Religion oder sogar Politik von den allgemein gültigen Ansichten unterschied. Der Begriff „hairesis“ war zunächst recht wertneutral und diente lediglich zur Unterscheidung zwischen Muttergruppierungen und sich davon abspaltenden Lehren. Mit der Zeit wurde die Häresie jedoch zu etwas höchst Negativem, und der lateinische Begriff „secta“ gewann immer mehr an Brisanz. [...mehr]
Der Film „Priest“ bringt einmal mehr das Thema Vampire ins Kino. Basierend auf einer Koreanischen Comicbuch-Reihe spielt er gleichzeitig mit elementaren Fragen des Glaubens an sich selbst, an Autoritäten und an vordiktierte Religionen.
„Priest“ ist ein Gotteskämpfer in einer alternativen Welt, in der Menschen und Vampire sich seit Jahrhunderten einen erbitterten Krieg liefern. Als seine Nicht entführt wird, bricht er aus dem strengen Regelsystem der Kirche aus und verfolgt die Vampire, um das Mädchen zu retten, obwohl er mit seinem Ungehorsam der Exkommunikation und Schlimmerem entgegensieht. Doch der Wunsch, seine Familie zu schützen, ist stärker als der Glaube an ein System, das seine einstige Integrität ohnehin längst verloren hat. [...mehr]
Superman, Batman und all die anderen Helden aus Comics und der Sagenwelt verfügen über Kräfte, von denen normale Menschen nur träumen können. Sie sind ungeheuer stark, unverwundbar, können fliegen oder durch Wände gehen.
Wenn Superman sich durch die Lüfte schwingt, sitzt so mancher Leser neidisch vor seinem Comic und wünscht sich, dem Helden einmal bei seinen Ausflügen begleiten zu können. Auch die übernatürlichen Kräfte, die enorme Stärke, über die Superman verfügt, könnten in der realen Welt in vielen Situationen von großem Nutzen sein. Doch leider sind seine und andere Heldengeschichten nur Fiktion. Oder ist etwa doch etwas Wahres an den Mythen dran?
Superman: übernatürliche Kräfte machen Helden
Was wäre die Menschheit ohne ihre Heldengesagen und darum gesponnene Rituale?! So lange sich Menschen gegenseitig Geschichten erzählen, so lange gibt es Mythen und Legenden über sagenhaft starke Kämpfer, unverwundbare Krieger oder Männer und Frauen, die über phantastische Fähigkeiten verfügen. In der Antike waren diese Gestalten Götter oder deren Abkömmlinge, im Mittelalter Beherrscher von Magie, und in der Moderne treffen wir sie zumeist in Comicbüchern und Hollywood-Filmen wieder. Sie verkörpern den Wunsch der Menschen nach körperlicher Perfektion und der Möglichkeit, über andere zu triumphieren. [...mehr]
In Delphi soll einst die Pythia als wahrscheinlich berühmtestes aller Orakel ihre Weissagungen getroffen haben. Die antiken Griechen glaubten fest an die Bedeutung der Prophezeiungen, was so manchen Feldherrn in sein Unglück laufen ließ.
Das Orakel von Delphi, jener Kultstätte, die in der Antike als Mittelpunkt der Welt galt, soll ja einst König Krösus auf seine Frage nach dem Ausgang einer bevorstehenden Schlacht prophezeit haben, er werde ein großes Reich zerstören. Krösus bezog dies der Legende nach auf die Perser, gegen die er zu kämpfen gedachte. Doch er verlor die Schlacht, und das Reich, das er zerstörte, war letztlich sein eigenes. [...mehr]
Vampire beflügeln seit Jahrhunderten unsere Phantasie. Unser Bild von den untoten Blutsaugern hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, und heute herrscht so etwas wie eine romantische Verklärung vor, die mit den Schreckensgeschichten früherer angeblicher Vampir-Beobachtungen nur noch wenig zu tun hat.
Vampire als wandelnde Leichen sind in der menschlichen Glaubenswelt nicht einzigartig. Schon seit Jahrtausenden glauben Menschen an ein Leben nach dem Tod, und so entstand auch schnell die Furcht vor Toten, die sich aus ihren Gräbern erheben und unter den Sterblichen wandeln, obwohl sie längst in eine andere Sphäre gehören. Der Aberglaube besagt zum Beispiel, das bestimmte Praktiken des Voodoo dazu geeignet seien, Tote wieder auferstehen zu lassen, damit man sich ihrer als willenlose Sklaven bedienen könne. Solche Geschichten sind die Verkörperung menschlicher Ängste, die sich stets gegen das richten, was man nicht versteht. [...mehr]
Die Geisterbeschwörung ist eine uralte Form der Kommunikation mit Verstorbenen, deren moderne Ausprägung als Spiritismus bezeichnet wird. Der Spiritismus bezeichnet heutzutage auch eine Religion, die an den Fortbestand der menschlichen Seele nach dem Tod glaubt.
Durch das Durchführen bestimmter Rituale und der Einsatz verschiedener Techniken vom Gläserrücken bis zur Séance soll Kontakt zu Geistern aufgenommen werden. Dabei geht es entweder um das schlichte „Wiedersehen“ mit einem geliebten, dahin geschiedenen Menschen, um das Erfahren von Wissen oder der versuchte Blick in die Zukunft. Was immer Menschen bei solchen Sitzungen erlebt zu haben glauben, wird von Seiten der Wissenschaft als Täuschung der menschlichen Wahrnehmung angesehen, da die Existenz von und damit auch die Kontaktaufnahme mit Geistern mit wissenschaftlichen Mitteln bisher nicht nachgewiesen werden konnte. [...mehr]
Satanismus – einer jener Begriffe, die durch bloße Nennung gerade bei konservativen Menschen ein Schauern hervorrufen. Der Pakt mit dem Teufel, schwarze Messen, Menschenopfer – all dies und mehr verbinden Viele mit dem Begriff. Doch was steckt wirklich dahinter?
Eine exakte Definition des Konzepts Satanismus ist kaum möglich, da sich hinter dem Begriff tatsächlich verschiedene Strömungen und Ideen verstecken und sich das Verständnis dieser Bezeichnung über die Zeit hinweg gewandelt hat. Zudem hat jeder eine ganz eigene Vorstellung von dem, was unter dem Deckmantel des Satanismus so alles vor sich geht. [...mehr]
Okkultismus – Unter diesen Sammelbegriff fallen eine Vielzahl von Ansichten, Praktiken und Symbolen, die allerdings zumindest wesentliche Bestandteile gemeinsam haben. Wir wagen heute einen Versuch der Definition.
Der Okkultismus ist eines jener Phänomene, die sich einer genauen Erklärung entziehen. Im Laufe der Zeit änderte sich das Verständnis gegenüber diesem Begriff ebenso häufig wie die Bedeutung der damit verbundenen Symbolik. Einen ersten Überblick über Definition, Geschichte und Symbole des Okkultismus gibt es im Folgenden. [...mehr]





