Der Traum

Autor: Sandra

Träume sind Schäume…Bis ich verstand, was es mit dieser Redensart auf sich hat, ist so einige Zeit vergangen. Gemeint sein soll damit wohl, dass der Schaum ebenso leicht zu zerfallen droht, wie sich auch ein Traum nach dem Aufwachen verflüchtigt.

Wer kennt das nicht? Kaum hat man die Augen aufgeschlafen und die Tagwelt dringt in das Bewußtsein, ist sogleich schon die zarte Erinnerung an das Geträumte verflogen. Wie war das noch gleich? Wo war ich da gerade? Und was überhaupt habe ich da eigentlich geträumt? Sobald ich mir jedoch besondere Mühe gab, wenigstens Bruchteile des Traums zu rekonstruieren, war der Versuch schon zum Scheitern verurteilt.

Das Erinnerungsvermögen hängt eng zusammen mit der Schlafphase in der man sich befindet. Wird man während der REM – Schlafphase (Rapid Eye Movement) geweckt, fällt es einem in der Regel leichter, sich an das Geträumte zu erinnern, als zu einem späteren Zeitpunkt. Auch sollen die Trauminhalte während der REM – Phase sich von denen der anderen Traumphasen dadurch unterscheiden, dass sie keiner inneren Logik gehorchen. Zeit und Raum sind verschoben, physikalische Gesetzmäßigkeiten aufgehoben und oft agiert man in dem Körper eines anderen.

Weshalb wir überhaupt träumen, ist nicht erst seit Sigmund Freud ein Anliegen der Forschung. Schon 1899 veröffentlicht der Begründer der Tiefenpsychologie das Werk “Die Traumdeutung”. In diesem legt er seine Methode dar, mit der man in der Lage sein soll, über die freie Assoziation und Deutung von Symbolen, die dem Traum zugrunde liegenden Botschaften frei zu setzen.

Nach dem heutigen Stand lassen sich zumindest drei wesentliche Funktionen des Traums festhalten. Zum einen nutzt das Gehirn die Träume, um den Speicherplatz zu organisieren und unwichtige Informationen von wichtigen zu trennen. Außerdem dient das Träumen der Kompensation von belastenden Erlebnissen, die während der Traumphasen verarbeitet werden können, um schließlich Lösungsstrategien zu entwickeln. Das sind also diese Träume, die das aufgreifen, was einen zur Zeit sehr beschäftigt. Wie beeindruckend- da läuft sozusagen unbewußt ein Programm ab, dass sich während des Schlafes mit unseren Ängsten & Sorgen beschäftigt, so dass wir am nächsten Tag wieder einigermaßen handlungsfähig sind. Es ist tatsächlich nachgewiesen, dass der Mensch ohne ausreichend Schlaf- & Traumzeit psychisch wie auch körperlich ernsthaft erkranken würde.

Wer sich nun bewußter mit seinen Träumen auseinander setzen möchte, kann dies mit einfachen Methoden erlernen. Wenn man sich kurz vor dem Einschlafen vornimmt, sich am nächsten Morgen an die Träume erinnern zu wollen, wird man feststellen, dass es tatsächlich besser funktioniert. Man kann sich auch in Stichworten kurz notieren, was einem noch in Erinnerung geblieben ist, doch vor allem sollte das alles ohne Stress passieren. Einfach noch einen Moment länger liegen bleiben und die Bilder an einem vorüber ziehen lassen. Praktiziert man dies regelmäßig, wird das Erinnerungsvermögen deutlich zunehmen.

Also: ab ins Bett und üben… üben … üben…


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    Dietmar Snoyeck schreibt
    am 5. Dezember 2011 um 00:42 Uhr

    Sehr geehrte Frau Julia Lienhart!

    Ich habe Ihre Dokumentation aufmerksam gelesen und fand die Darstellung
    sehr interessant und auch gut beschrieben!
    In dem Zitat >> Träume sind Schäume << bedeutet der Schaum symbolisch
    den Zufall. Am besten kann man das verstehen, wenn man sich mit den Syn-
    chronitäten des Traumes beschäftigt und versucht jene zu analysieren. Man
    merkt schnell, wenn man versucht die Synchronität in der Enstehung zu verstehen,
    dass diese dann in der Realität wie Schaum in sich zerfällt, wie ein Kartenhaus in
    sich zusammenbricht, aber was bleibt(!), sind die Informationen auf der Karte.

    Mit netten internetten Grüßen

    von

    Dietmar Snoyeck

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