» Geister


Autor: Julia Lienhart

Der Tod ist das einzig schwarze Loch im Kopf des Menschen. Er ist nicht einzuordnen, man weiß nichts über ihn, außer der Tatsache, dass er uns alle einholen wird. Umso umstrittener sind dadurch auch die Nahtoderfahrungen.

Die Nahtoderfahrung beschreibt das Erlebnis eines Menschen, der beinahe gestorben ist oder gar schon einige Millisekunden für tot gegolten hat. Oft erlebt der Tote sich dabei als schwebenden Geist über den Dingen, zum Beispiel über dem OP-Tisch und kann so später genau und detailgetreu erklären, was die Ärzte mit ihm bzw. seinem Körper getan haben. Das ähnelt oft beinahe einer Magie-Begebenheit, weil der Patient doch im Koma gelegen hat?

Danach schweben sie oft durch einen Tunnel und erzählen von einem wärmenden, alles umfassenden Licht, das ihnen eine globale, tiefe Liebe näher bringt. Viele Menschen werden nach solchen Erfahrungen religiös, manche haben sogar seltsame “Gaben” aus der Welt der Toten mitgebracht.

Nahtoderlebnisse sind sehr umstritten. Fakt jedoch ist, dass es keine wissenschaftlich fundierte Erklärung für dieses Geschehen gibt. Die Meinungen dazu driften so weit auseinander, dass es im Grunde keine ausbalancierte Mitte einer Meinung geben kann. Für die einen ist es “Gott” im Himmel(oder alles, was unter ähnlichen Glauben fällt) - für die anderen die letzten Zuckungen. Hier gibt es etliche Meinungen dazu nachzulesen.

Und was denkt ihr?    [...mehr]



Autor: Christine

Am Wochenende stieß ich auf eine Anzeige in der regionalen Zeitung. Dort war die Rede von Psychopompos und Seelengeleitern.

Klang sehr mystisch und magisch. Ich las mich ein und fand Interessantes. Psychopompos, das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Seelengeleiter.

Irgendwann müssen wir alle den Weg Gottes gehen. Zurück bleiben meist die trauernden Angehörigen.

Was aber passiert mit der Seele des Verstorben? Wir wissen ja, Energie vergeht nie und die Seele des Menschen besteht aus Energie. Manchmal kann es passieren, dass die Seele des Verstorbenen nicht sofort den Weg hinüber findet. Dafür gibt es genau dann die Unterstützung der Psychopompos.

Der Psychopompos geleitet also die Seele der Verstorbenen ins Reich der Toten. Dabei ist er, der “Gute Hirte”, der den Weg durch die Unterwelt kennt und demnach auch beim Totengericht mitwirkt.

Engel © Flickr / Brooke Anderson

Bei den Griechen ist der Gott Hermes der Seelengeleiter, bekannt aus der Geschichte des Orpheus und der Eurydike, in der er den Abstieg des Orpheus ins Totenreich und den Versuch einer Rückkehr der Liebenden ins Leben ermöglicht.
Im Christentum hingegen, haben der Erzengel Michael und der Riese Christophorus die Rollen der Seelengeleiter übernommen.

Oft wird diese Rolle den Engeln allgemein zugeschrieben, wie die kirchlichen Begräbnisgebete es auch heute oft noch zeigen. Christlicher Schutzpatron der Seelenführer ist übrigens Alfons Maria di Liguori.

Ich finde das ist interessantes Thema, wo es sich unbedingt lohnt, mal über die Magie und den Zauber der jeweiligen Engel nachzudenken. Welche Kraft sie haben und wie sie die Menschen bis heute beeinflussen.

Zugegeben man muss an all das glauben, aber Glaube versetzt Berge , die Kraft der Gedanken ist mächtig. Ich finde es einen wunderbaren und beruhigenden Gedanken, dass unsere lieben Verstorbenen am Ende ihres Lebensweges von kleinen Engeln abgeholt und sanft hinüber geführt werden, in eine Welt, die uns Irdischen noch verschlossen ist.    [...mehr]



Autor: Christine

In letzter Zeit bekommt man in manchen Foren die blanke Angst. Manche Einträge auf entsprechenden Websites klingen wie Drehbücher für Horrorfilme. Über Boxen sollen Geister Kontakt hergestellt haben.
Meist handelt sich um Boxen die an den PC angeschlossen sind, aus denen Stimmen unaufgefordert etwas sagen. Sei es ein “Hallo”, fremdsprachiges Geflüster oder direkte Befehle.

Geister Stimmen aus den Boxen © Flickr /mike.hawrys

Meist sind es aber unidentifizierbare Laute deren Inhalt keiner Bestimmung zugeführt werden kann.
Eine Erklärung mag sein, dass man durch das elektromagnetische Feld, Radiowellen auffängt und diese über die Boxen hörbar gemacht werden. Dies ist um so wahrscheinlicher, je näher eine Radiostation liegt.
Bei den Betroffenen wurde angegeben, dass es weder Séance noch ein anderes Ritual zum Herbeirufen von Geistern gab. Allen gemeinsam ist aber, dass die Boxen ausgeschaltet, kein Signal weitergaben.    [...mehr]



Autor: Christine

Tee im Kerzenlicht © flickr / jalalspages

Séance - der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet dort schlicht “Sitzung”. Was heutzutage eher mit Managern in Konferenzräumen assoziiert wird, ist in diesem Kontext spirituell gemeint: Mehrere Personen tun sich zusammen, um mit Hilfe eines Mediums Kontakt zu einem verstorbenen Menschen aufzunehmen.

Ein Medium ist ebenfalls ein Mensch - aber einer mit besonderen Fähigkeiten. Diese werden je nach kulturellem Hintergrund und Glauben verschieden begründet. So gibt es Medien, die von sich behaupten, durch eine Erleuchtung in engem Kontakt mit der Jungfrau Maria zu stehen. Andere “religiöse” Medien berufen sich auf andere Heilige, zum Beispiel den Schutzpatron des Ortes, in dem sie leben. Das waren jetzt zwei Beispiele aus dem katholisch-religiösen Kulturbereich. Diese Art von spiritueller Medialität zieht sich jedoch durch alle Religionen, sei es Christentum, Judentum, Islam.

Interessant ist übrigens, dass sich bei den drei genannten die “offizielle” Religion von Phänomenen wie spirituellen Medien meist abgrenzen. Das liegt daran, dass in diesen Religionsformen Priester existieren, die ihre Vormachtsstellung als Verfechter des “wahren Glaubens” nicht verlieren wollen. Schaut man dagegen auf ursprünglichere Religionen, wie den Voodoo-Kult in Afrika, so wird man feststellen, dass dort übersinnlichen Fähigkeiten um einiges mehr an Beachtung geschenkt wird.

Spiritual © flickr / h.koppdelaney

In unserer “westlichen” Welt sind Séancen vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gang und gäbe gewesen. Sie boten den durch strenge sittliche Vorlagen unterdrückten Sehnsüchten der Menschen nach Übersinnlichem und Triebbefriedigung ein willkommenes Ventil.

Bei der klassischen Séance kommen mehrere Menschen zusammen, die den zu rufenden Toten im besten Fall alle gekannt haben. Das Medium stellt einen Zustand spiritueller Bindung her - zum Beispiel durch Räucherkerzen, Hände anfassen oder gemeinsames Meditieren. Extremere Varianten wie das Opfern eines Tieres oder ein rituell vollzogener Geschlechtsakt sind meiner Meinung nach mehr in Richtung “Messe” zu verordnen und gehören nicht zu einer Séance.

Läuft alles optimal, sollte der Geist des Toten schließlich vom Medium Besitz ergreifen. Entweder wird er sich durch Klopfzeichen oder sogar durch Sprache bemerkbar machen. In diesem Zeitraum dürfen dann die Teilnehmer der Séance ihre Frage an den Toten stellen.

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Autor: Christine Winhard

Pentagramm by pixelio/appel-home

Das Okkulte, das Mystische, das Unsichtbare - die Anderswelt fasziniert. Fast jeder möchte etwas über sich selbst und seine Zukunft erfahren - und Beweise haben, dass Geister und das Jenseits existieren.

Gläserrücken und Hexenbretter - auch Quijaboard (von Französisch für “Oui” und Deutsch für “Ja”) oder Witchboard genannt - sind Möglichkeiten, um den Kontakt mit der Geisterwelt nicht nur zu fühlen, sondern auch zu sehen.

Wie funktioniert es? Buchstaben von A bis Z, die Zahlen von 0 - 9 und diverse Worte wie “Ja” und “Nein”, “Gut” oder “Böse” werden im Kreis auf einen Tisch platziert. Genau in die Mitte dieses Kreises stellt man nun ein umgekehrtes Glas. Alle Teilnehmer werden nun gebeten, einen Finger leicht und ohne Druck auf das Glas zu legen. Ein Sprecher wird ernannt, die sogenannte Kontaktperson. Er hat die Aufgabe, die Geister rufen und die Fragen zu stellen. Ist schließlich eine paranormale Anwesenheit zu spüren, so wird sich das Glas bewegen und durch Rutschen auf bestimmte Felder Worte, Sätze oder Ähnliches bilden.

Ouija-Board by Christine Winhard

Bei den Hexenbrettern handelt es sich um dasselbe Prinzip, allerdings schon vorgefertigt aus Holz. Das Glas wird hier durch eine Planchette ersetzt, eine Art Zeiger.

Sicherlich besteht durchaus die Möglichkeit, geistige Wesen zu rufen. Schon Rudolf Steiner, der bekannte Antroposoph, und auch Penny McLean, Pop-Sängerin und Autorin esoterischer Bücher, befassten sich sehr ernsthaft und auch durchaus glaubwürdig mit dieser Methode. Wissenschaftler wiederum vertreten die These, dass unser Unterbewusstsein gewisse Muskelkontraktionen hervorruft, diese dann die Bewegungen des Glases oder der Planchette verursachen.

Allerdings wurde das Gläserrücken mehr und mehr schaurig-schöner Partygag und Unterhaltung, und dies nicht immer ohne Folgen. Für labile Menschen und Jugendliche können solche Erlebnisse traumatisch sein.

Wer sich aber wirklich ernsthaft damit beschäftigen möchte, dem ist anzuraten,  sich an einen erfahrenen und verantwortungsvollen  ”Lehrer” zu wenden, sich zumindest aber eingehend durch bestimmte Lektüre und Schutzrituale darauf vorzubereiten.

Denn wie heißt es schon bei Goethes “Zauberlehrling”: “Die ich rief, die Geister, ich werd sie nicht mehr los…”

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Autor: Christine Winhard

Der letzte Gang - by Pixelio/Beßler/Schmitz-duisburg

Das bekannte Phänomen der Tonbandstimmen, Transkommunikation genannt, existiert schon seit den frühen Sechziger Jahren. Der schwedische Künstler Friedrich Jürgenson hörte auf einer Tonbandaufnahme eigenartige Stimmen, die er als die Stimmen Verstorbener identifizierte. Seit diesem Ereignis galt sein absolutes Interesse der Forschung auf diesem Gebiet.

Wissenschaftler und Tontechniker überprüften seine sogenannten “Einspielungen”, aber es konnte keine Erklärung gefunden werden.

Seitdem befassen sich Tausende von Menschen mit der Transkommunikation und unzählige Bücher wurden darüber geschrieben. In Deutschland wurde 1975 der “Verein für Transkommunikations-Forschung” gegründet.

Verein für Transkommunikations-Forschung (VTF) e.V.

Viel später entwickelte der Rentner Klaus Schreiber sogar eine Methode, um Verstorbene auf dem Bildschirm eines Fernsehgerätes erblicken zu können. Dabei handelte es sich nicht nur um seine Verwandten in der Geistigen Welt, sondern außer Frage auch um prominente Personen. Deutlich erkennbar sind unter anderem Romy Schneider und König Ludwig von Bayern. In dem Buch “Bilder aus dem Reich der Toten” von Rainer Holbe findet man die genaue Vorgehensweise von Schreiber und kann sich selbst ein Bild über die Echtheit der Fotos machen.

Bilder aus dem Reich der Toten

Selbstverständlich sollte sich jeder ein eigenes Bild machen. Auch wenn dies oft als Hirngespinst abgetan und sogar mit Gläserrücken oder ähnlichen spiritistischen Methoden verglichen wird, wurden oft sogar von außenstehenden Personen die Stimmen erkannt.

Außerdem konnten genau dadurch schon etliche Verbrechen aufgeklärt werden. Wie? Ganz einfach: die Mordopfer wurden selbst befragt…



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Autor: Christine

Erinnert sich noch jemand? X-Factor, mit Jonathan “Will Riker” Frakes als Experte, lief in Deutschland vor einigen Jahren im Nachmittagsprogramm, sowie ungeschnitten als Wiederholung um 4 Uhr Nachts.

Es wurden nachgestellte Fälle gezeigt, wobei die “wahren” mit den “erfundenen” vermischt wurden und der Zuschauer raten konnte, welche der Geschehnisse tatsächlich passiert waren.

Vor allem Gespenster waren ein beliebtes Thema der Serie, wobei auch oft offen gelassen wurde, ob es sich jetzt um eine technische Störung beispielsweise einer Videokamera, oder um einen echten Geist gehandelt hatte.

Die Folgen waren von ziemlich schwankender Qualität und von echtem Doku-Fernsehen so weit entfernt wie Quebec von Madagaskar - trotzdem, irgendwie hatte die Serie echten Unterhaltungswert. Der Trash-Kult in Sachen Spiritualität? Allein die Vorspann-Musik… :)

Und Frakes als Experte in Sachen Übernatürliches wurde mit größtmöglichem Effekt schräg ausgeleuchtet und mit Schatten versehen - schon dafür hat die Serie eigentlich einen Comedy-Preis verdient. Auch wenn ich hier so große Töne spucke, wenn man sich ein bisschen hineinversetzt hat, waren manche Serien auch wirklich gruselig.

Alles in allem ist X-Factor sicherlich kein ernstzunehmendes Infotainment (etwas, was der Sektor Esoterik meiner Meinung nach dringend nötig hätte), aber zumindest wurde man gut unterhalten!



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Autor: Christine

Ich habe ein bisschen auf Youtube gekramt und ein paar Filme gefunden. Die meisten sind schlechte Fälschungen oder auf “realen” Ereignissen basierende Nachstellungen. Interessant finde ich sie trotzdem.

Schon komisch, was die Leute alles anstellen, wenn es um Gespenster geht. Vielleicht schwingt bei den “paranormalen” Bemühungen auch das Wunschdenken mit, die Welt möge nicht so wissenschaftlich strukturiert sein.

Mal abgesehen von den billigen Erschrecker-Taktiken in den letzten beiden Videos, ist es vor allem interessant, zu sehen, wie das Fernsehen unsere Wahrnehmung verändert hat. Wir haben schon so viele Trickeffekte und künstliche Riesensaurier gesehen, dass uns auch ein noch so kunstvoll ins Bild geschnittener Geist höchstens zu schocken, aber nicht mehr zu überzeugen vermag. Mich persönlich irritieren viel eher Urban Legends (Der Unfall), als diese Videos, weil sie mündlich erzählt werden können und viel stärker die Phantasie anregen.

Würden wir ein echtes Gespenst filmen, sähe es wahrscheinlich nicht “real” genug aus, um unsere Aufmerksamkeit zu erlangen.    [...mehr]



Autor: Christine

Diese Urban Legend soll tatsächlich geschehen sein und beschreibt einen übernatürlichen Vorfall, der einem älteren Ehepaar nachts nach einem Bingospiel passiert sein soll. Ob man der Geschichte jetzt Glauben schenkt oder nicht, gruselig ist sie auf jeden Fall.

Das Ehepaar fuhr über eine Landstraße, als sie in der Ferne die Lichter eines stehenden Autos wahrnehmen konnten. Das war eher ungewöhnlich, weil auf dieser Straße sehr wenig Autos entlang fuhren und noch weniger am Rand stehenblieben. Als sie die Scheinwerfer des Autos beinahe erreicht hatten, entdeckten sie plötzlich eine völlig aufgelöste Frau am Straßenrand, die verzweifelt versuchte, auf sich aufmerksam zu machen. Der Mann stieg aus und fragte, was los sei, die Frau konnte immer nur “Mein Baby ist noch im Wagen!” erwidern.

Erst jetzt wurde klar, dass das fremde Auto gegen einen Baum gefahren war. Der Stamm hatte sich tief in die Motorhaube gefressen, die vorne völlig deformierte Karosserie sah nach einem schweren Unfall aus und tatsächlich: Man konnte leises Babygeschrei vernehmen. Der Mann wies seine Frau an, mit der Mutter im Wagen zu warten und rannte los. Er schaffte es auch tatsächlich, das Baby aus dem Auto zu retten, es lag unverletzt in einem Kindersitz auf der Rückbank. Als er aber mit dem Baby im Arm zum Wagen zurückkehrte, erwartete ihn eine Überraschung. Die Mutter des Kindes war verschwunden.

Seine Frau konnte nicht erklären, wie die junge Frau aus dem Wagen verschwunden sein könnte, weil diese von einer Sekunde auf die nächste einfach weg gewesen war. Nun lief der Mann zurück zum Unfallwagen und musste mit Entsetzen feststellen, dass auf der Fahrerseite des Wagens eine blutüberströmte Leiche saß. Die Konturen der Toten waren nur schwer auszumachen, doch es gab keinen Zweifel: Es handelte sich um die selbe Frau, die ihn zur Rettung des Babys aufgefordert hatte.

In dieser Geschichte geht es um Geister und die Vorstellung, man könne über seinen Tod hinaus wirken, wenn ein besonders starker Wille oder ein Wunsch einen dazu antreibe. Die Mutter, die der Wunsch, ihr Kind zu retten, antreibt… Keine Magie also, sondern eher die Kraft der Seele, die die Physik überwindet. Ob das möglich ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.    [...mehr]