» Wahrsager


Autor: Christine Winhard

alea jacta est by pixelio/kunstgriff

Nicht jeder kann mit Tarot, Astrologie und dergleichen etwas anfangen und möchte dennoch gerne Antworten auf Fragen bezüglich seines Schicksales haben.

Dann sind besonders Orakelbefragungen mit Hilfe der Würfel geeignet. Schnell, bequem, ohne Vorbereitung und auch noch kostengünstig und kinderleicht – so geht’s auch! Allerdings sollte die Antwort angenommen werden – aber das gilt ja für alle Deutungen.

Der Nachteil dabei ist, dass die Antworten ausschließlich “Ja” und “Nein” sind – das bedeutet, dass die Fragestellung auch dementsprechend eindeutig sein muss.

Methode mit drei Würfeln

Frage stellen und würfeln – drei ungerade Zahlen bedeuten “Ja”, drei gerade Zahlen “Nein”. Zwei gerade Zahlen und eine ungerade Zahl bedeutet “Nein”, zwei ungerade Zahlen und eine gerade Zahl heißt “Ja”.

Methode mit vier Würfeln

Frage stellen und würfeln – Zahlen addieren. Die Ergebnisse von 4 – 8 und von 14 – 18 bedeuten “Ja”, von 9 – 13 sowie von 19 – 23 lauten “Nein”.

Methode mit einem Würfel

Frage stellen und danach würfeln. Die Zahlen 1 und 4 bedeuten “Ja”, die 2 und die 5 verheißen ein “Nein”. Die Zahl 3 lässt erkennen, dass noch keine Antwort möglich ist, die Zahl 6 weist darauf hin, dass nicht gefragt werden kann.

Die letzte Methode ist etwas eigenwilliger, aber dennoch sehr zuverlässig.

Viel Vergnügen beim Ausprobieren!

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Autor: Christine Winhard

 Buch der Bücher by pixelio/memephoto

Oft steht man im Leben vor einer Entscheidung, die durch mangelnde Objektivität einfach (noch) nicht getroffen werden kann. Oder man sucht verzweifelt einen Gegenstand, der dringend benötigt wird – und findet ihn nicht.

Entscheidungsfragen könnten durchaus durch das Tarot oder andere Karten beantwortet werden. Doch die Kunst der Kartendeutung ist ja nicht so ohne weiteres zu erlernen und umso schwieriger zu interpretieren.

Es wird davon ausgegangen, dass unser Unterbewusstsein alle Antworten auf unsere Fragen kennt. Und da ein kosmisches Gesetz “Wie innen – so außen” lautet, von Carl Gustav Jung auch “Synchronizität” genannt, können Orakel jeder Art befragt werden – denn Zufälle gibt es nicht. Scheinbar unbedeutende Zeichen im Außen spiegeln unseren Seelenzustand im Inneren wieder – und können dadurch unsere Fragen beantworten.

Ein Orakel, das häufig und gerne genutzt wird und schon in der Antike bekannt war, ist die “Bibliomantie” – das Finden von Antworten durch zufälliges Aufschlagen eines Buches. Der Name “Bibliomantie” daher, weil früher (und auch noch heute) heilige Bücher wie die Bibel oder auch das    I Ging verwendet wurden.

So geht’s: Eine Frage stellen, die eindeutig beantwortbar und persönlich ist. Also nicht fragen “Soll ich diese Arbeit nehmen oder jene?”.  Auch Fragen wie “Wird es morgen regnen?” sind ungünstig gestellt. Denn morgen wird es regnen – irgendwo auf der Welt. 

Die Kunst ist dann aber wieder die Interpretation – denn nur zu gerne belügt man sich auch selbst. Deshalb gibt es inzwischen ganz gute und günstige Bücher auf dem Markt, die ausschließlich dem Zweck dienen, an einer Stelle aufgeschlagen zu werden. Nennen möchte ich hier zum Beispiel “Das Buch der Antworten” und “Das Orakel-Buch”.

Alle Fragen geklärt? Falls nicht – Sie haben doch sicherlich ein Buch zuhause….

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Autor: Christine

Das I-Ging, das „Buch der Wandlungen“, ist ein sehr altes Buch aus China. Es existieren verschiedene Theorien zu seiner Herkunft. Ihren Ursprung haben die im Buch vertretenen Prinzipien wohl bereits 3000 v. Christus unter dem Kaiser Fu Xi genommen, verfeinert wurden sie dann 200 v. Chr in der Han-Dynastie.

Das I-Ging hat aus heutiger Sicht zwei wichtige Funktionen. Es fungiert als Orakelbuch und als philosophischer Text. Um das zu verstehen, muss man zuerst wissen, wie das Buch aufgebaut ist. Es enthält 64 Bilder. Diese Bilder setzen sich wie folgt zusammen: Im Ursprung gibt es die Zustände — (Ja) und – - (Nein).

Diese stammen aus primitiven Orakellehren, in denen Fragen über die Zukunft gestellt wurden, die einfach beantwortet werden konnten. Schon bald wurden sie erweitert, um komplexere Antworten möglich zu machen. Im I-Ging finden sich stets drei Striche übereinander. Aus diesen setzen sich die Acht Symbole des I Ging zusammen. In der Tabelle hab ich sie nebeneinander geschrieben, denkt sie euch um 45 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Bei den Zeichen in diesem Artikel gilt also links=unten.

1. ||| Kraft = Himmel
2. ¦¦¦ Feld = Erde
3. |¦¦ Erschütterung = Donner
4. ¦|¦ Schlucht = Wasser
5. ¦¦| Bund = Berg
6. ¦|| Boden = Wind
7. |¦| Strahlung = Feuer
8. ||¦ Offen = Sumpf

Diese acht Symbole werden jetzt gedoppelt zu einem der Bilder kombiniert. ||| und ||| (Kraft und Kraft) beispielsweise ergibt ||| ||| , das Schöpferische. Dieses ist wie gesagt eins der 64 Bilder, die Zahl ergibt sich einfach aus der Kombinationsmöglichkeit aller 8 Symbole miteinander. (8×8) Diese Bilder wollen keine Gegenstände, sondern Wandlungszustände ausdrücken.

Das I-Ging © wikimedia

Funktion des I-Ging als Orakelbuch:
Die Neuheit des I-Ging im Gegensatz zu vorherigen Orakelwerken darin, dass nicht nur statische Vorhersagen über die Zukunft getroffen werden. Es geht vielmehr darum, Keime des zukünftigen Geschehens zu entdecken. Wenn man den Keim entdeckt hat, so kann man auf ihn reagieren und die Zukunft durch die richtige Handlungsweise abändern. Damit gibt das I-Ging dem Menschen sein Schicksal selbst in die Hand, statt nur simple Voraussagen zu treffen.

Die traditionelle Art, das I-Ging zu befragen, besteht darin, ein Legesystem aus 50 Schafgarben-Stäbchen zu benutzen. Von diesen legt man eines weg, die verbleibenden 49 teilt man in zwei Haufen und zählt diese durch. Je nach Rest ermittelt man die Zahl 2 oder 3. Das Ganze wiederholt man 3 Mal und zählt die ermittelten Zahlen zusammen. Die möglichen Summen sind 6,7,8 und 9. 6 und 8 bedeuten | , 7 und 9 bedeuten ¦ . Damit hat man die erste Linie gefunden. Der Vorgang muss für ein komplettes Zeichen also noch 6 Mal wiederholt werden, der Prozess „Stäbchen aufteilen und abzählen“ wird ingesamt 18 Mal durchlaufen, bis man alle 6 Linien ermittelt hat.

Da man sich vor dem Legen der Stäbchen die konkrete Situation, zu der man Antwort haben will, verinnerlicht, soll dieser lange Prozess das Unterbewusstsein des Menschen miteinbeziehen. Dadurch soll die Antwort individuell auf den Fragenden zugeschnitten sein, da dieser an der Antwort unterbewusst selbst mitarbeitet. Die Antwort ist ein Bild, zu diesem existiert dann sozusagen „Sekundärliteratur“ in Form von Interpretationen und Abwandlungen, welche den Orakelspruch noch weiter individualisieren.

Das älteste Orakel der Welt ist mir persönlich jedenfalls sehr sympathisch, hier wird vom Fragenden Konzentration und Ruhe verlangt und er muss sich eine Weile mit der Antwort beschäftigen, bevor sie ihm irgendwie weiterhilft.

Die philosophischen Interpretationen des I-Ging würden jetzt den Rahmen sprengen, vielleicht schreibe ich dazu später noch was.



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Autor: Christine

Wahrsagerin © TeeRish

Gibt es das wirklich? Können Menschen wirklich in die Zukunft blicken? Äußerst schwierige Frage. Die Welt des Okkulten und Mysteriösen ist eine oft verhöhnte Welt, aber auch eine, die viele leidenschaftliche Anhänger gefunden hat.

Wer ist noch nicht der Versuchung erlegen und hat irgendwo, und sei es nur aus Langeweile, sein Horoskop gelesen? Doch was ist nun tatsächlich dran am ganzen Hokuspokus? Ich glaube, dass es durchaus Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten gibt, ich glaube aber nicht dass sie für Astro TV oder die Bild Zeitung arbeiten. Ich glaube auch, dass es mehr Trittbrettfahrer als echte Könner gibt. Die Welt des Magischen lässt sich eben schwer erklären und genau darauf spekulieren solche Menschen. Oft wird man mit Phrasen wie: “Es wird bald eine große Veränderung in Ihrem Leben geben!” abgespeist. Ach ja? Neuer Haarschnitt? In welchem Leben passieren denn bitte keine Veränderungen? Und wo beginnt groß? Ist der Verlust meines Haustürschlüssels nicht vielleicht für mich schon groß? Ist es doch mit erheblichen Kosten verbunden, ihn zu ersetzen. Am besten gefällt mir die Aussage: “Sie haben in Ihrem Leben schon viel durch gemacht!” Hach ja, wer nicht? Oder ist Ihnen noch nie ein Fingernagel abgebrochen? Jedem ist doch schon irgendwann einmal etwas wirklich Schlimmes passiert. Wer von seinem Leben noch NIE enttäuscht wurde, hat auch keine Angst, was ihm die Zukunft bringt und fragt auch sicher keinen Wahrsager um Rat. Für mich ist diese ganze Sache der reinste Schwindel, eine Anreihung von nichts sagenden Phrasen, die dem Fragenden nur eins bringen: Ein großes schwarzes Loch in seiner Geldbörse.

 

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